Essen für ein gutes Klima

Am 19. März 2021 machen wir wieder mit beim globalen Klimastreik von Fridays for Future. Aus diesem Anlass möchten wir darauf hinweisen, dass man sich auch klimakonform ernähren kann. Dass ausgewogenes Essen die Gesundheit fördert, hat sich inzwischen herumgesprochen. Dass wir mit unserer Ernährung jedoch auch das Klima beeinflussen, ist vielleicht noch nicht jedem bekannt. Pro Jahr verursacht jeder Deutsche im Schnitt zehn Tonnen des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2). 20 Prozent davon stammen, so hat der NABU (Naturschutzbund Deutschland) festgestellt, aus der Ernährung. Und das Treibhausgas ist mitverantwortlich für den Klimawandel bzw. die Erwärmung der Erde.

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Eine gesunde und umweltbewusste Ernährung hilft dem Klima

Die Gesundheit der Menschen hängt laut Bundeszentrum für Ernährung, einer Einrichtung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, eng mit der Gesundheit der Ökosysteme zusammen. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sieht viele Vorteile in einer nachhaltigen Ernährung: Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme sowie Schonung der natürlichen Ressourcen. Eine überwiegend pflanzliche Ernährungsweise belaste Umwelt und Klima weniger, so die DGE. Weniger Fleisch zu essen betrachtet auch das Bundesumweltministerium als klimafreundlich und umweltbewusst. Bei vegetarischer Ernährung sinke der Ausstoß von Treibhausgasen auf etwas zwei Drittel. Ein hoher Fleischkonsum sei für eine schlechte Klimabilanz verantwortlich.

Nach einer Studie des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2020 verursacht die Produktion von einem Kilo Rindfleisch 30,5 Kilo CO2. Außerdem würde 15 000 Liter Wasser benötigt. Ein hoher Fleischverbrauch trage auch zur Abholzung von Regenwäldern bei, um Anbauflächen für Tierfutter zu gewinnen. Alles in allem also katastrophal für das Klima.

Klima-Tipp: Regional und Saisonal einkaufen

Regional und saisonal einkaufen lautet daher Empfehlung der DGE. Das, was gerade geerntet wird. Im Sommer seien dies bei Obst und Gemüse Beerenfrüchte, Pflaumen sowie Blumenkohl. Im Herbst Weintrauben und Kürbis und im Winter Porree, Wirsing, Grün- oder Rosenkohl sowie Feldsalat. Der Vorteil: Die Produkte sind meist preiswerter und kurze Transportwege schonen die Umwelt. Das gelte auch für regionale Fleisch- und Wurstwaren.

Bei nicht aus hiesiger Produktion stammenden Nahrungsmitteln wie z.B. Reis, Bananen, Seefische, Kaffee oder Tee böten Produkte mit entsprechenden Siegeln wie Fairtrade, Demeter, Bioland oder Followfish umweltbewusste Einkaufsmöglichkeiten. Schließlich komme Biolebensmitteln eine wichtige Rolle zu. Weitere Tipps der DGE: Waren sind auch nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch länger genießbar. Nicht zuviel auf einmal kaufen. Die Lebensmittel ordnungsgemäß lagern. Fehlkäufe möglichst vermeiden durch den Vorratscheck und das Schreiben eines Einkaufszettels. Mit dem Fahrrad zum Supermarkt fahren.

Nicht nur der Einkauf kann nachhaltig gestaltet werden, auch mit der Zubereitung der Lebensmittel lässt sich die Umwelt schonen, indem man die Restwärme des Backofens oder der Herdplatte nutzt, um den Garprozess abzuschließen. Und schließlich: Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Bereits in der Kita oder Grundschule sollten Kinder nach Ansicht der DGE nachhaltige Ernährung kennen lernen.

Aktuelles | Energiewende | 02.03.2021

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