Unser Rückblick auf das Jahr 2020

2020 – was für ein verrücktes Jahr. Anfang 2020 hatte noch niemand wirklich geahnt, dass ein Virus unser Leben einmal so komplett durcheinander wirbeln könnte. Als die Katastrophe im Dezember 2019 in China ihren Anfang nahm, wusste man noch nicht, dass im März darauf so ziemlich das gesamte Leben und die Wirtschaft auch bei uns, ja weltweit, zum Erliegen kommen würden.

Lockdown, das Wort war bis dato noch völlig unbekannt. Aber auch wir mussten uns umstellen: Homeoffice, Hygienemaßnahmen, Masken. Alles Dinge, die bisher nicht zu unserem Geschäftsbereich gehörten, aber mit denen wir lernen mussten, zu leben. Wir haben die Not zur Tugend gemacht und selber Mundschutzmasken verteilt, zu einer Zeit, als noch Knappheit herrschte und alles irgendwie zusammengebrochen war.

Noch gerade rechtzeitig vor dem weltweiten Lockdown konnten wir der Villa4Kids, einem von uns seit langem unterstützten Waisenhaus-Projekt in Ghana, einen Besuch abstatten. In der Zwischenzeit kämpfte auch das westafrikanische Land mit Restriktionen zur Eindämmung der Atemwegserkrankung. Die Strafen bei Verstoß gegen Corona-Maßnahmen waren dort noch viel schärfer als bei uns.

Zahl aendert sich von 2020 auf 2021.

Das soziale Engagement blieb 2020 auch weiterhin sehr wichtig

Fast in Vergessenheit geriet durch die ganze Coronakrise der Einsatz für ein besseres Klima. Proteste der Fridays-for-Future-Bewegung, an denen wir uns auch regelmäßig beteiligen, konnten lange Zeit nur noch im Internet ablaufen, bevor es im September endlich wieder auf die Straße ging – bis zum zweiten Teil-Lockdown im November.

Wir setzten uns im Jahr 2020 auch ein für die Bürgerbewegung zum Erhalt der vom Abriss bedrohten Braunkohledörfer. Als Ökostrom-Händler ist es uns ein großes Anliegen, dass die Kohleverstromung so schnell wie möglich beendet wird. Die Braunkohle ist nicht nur klimaschädlich, sie führt auch zur Verwüstung riesiger Flächen und bedroht gewachsene Dörfer, die dem Tagebau zum Opfer fallen. Menschen, die ihr Leben lang in ihrem Dorf gelebt haben, werden zu Vertriebenen, die sich, teilweise noch im hohen Alter, auf eine neue Umgebung einstellen sollen. Für die Landwirtschaft ist in den Neubausiedlungen kein Platz vorgesehen. Im Bündnis „Alle Dörfer bleiben“ haben sich Betroffene aller Braunkohlereviere in Deutschland zusammengetan, um gemeinsam gegen Zwangsumsiedlung und Klimazerstörung zu kämpfen.

Ein starkes Jahr für erneuerbare Energien und die Energiewende

Beschäftigt hat uns in diesem Jahr auch das Thema EEG-Förderung, die Ende 2020 für viele Hausbesitzer ausläuft, die vor 20 Jahren und mehr die erste Energiewende in Deutschland einläuteten, indem Sie sich eine Photovoltaik-Anlage auf Ihr Dach installieren ließen.

Andererseits wurde durch die Bundesregierung die Reform des „Erneuerbare- Energien-Gesetzes“ (EEG) auf den Weg gebracht. Windräder und Solaranlagen sollen schneller ausgebaut werden, damit es mit der Energiewende vorangeht. Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger sollen in höherem Maße von Windrädern in der Nachbarschaft profitieren. Damit möchte man die Akzeptanz erhöhen. Die Reform soll zum Jahreswechsel in Kraft treten.

Zitat als Bild von Prof. Dr. Frithjof Staiß.

Erneuerbare Energien haben nach Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in diesem Jahr erstmals mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland gedeckt. Der Ökostromanteil stieg auf 52 Prozent im ersten Quartal. Der Februar war windig, der März ungewohnt sonnig - das hat sich positiv in der Strom-Bilanz niedergeschlagen.

Bis 2030 soll der Anteil an erneuerbaren Energien auf 65 Prozent steigen. 2050 möchte man komplett klimaneutral sein, was den produzierten und verbrauchten Strom angeht. Ende 2022 geht das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz. Für den Klimaschutz soll spätestens 2038 auch das letzte Kohlekraftwerk abgeschaltet sein.

Die Präsentation der Biogas-/Kläranlage „Biolarum“ war ein voller Erfolg

Und noch etwas Positives hatte das Jahr: Das Projekt Biogas-/Kläranlage geht Schritt für Schritt dem Ziel einer vollständigen Funktionstüchtigkeit entgegen. Am 23. Oktober konnten die Geschäftsführer der Biolarum GmbH, Martin Refle und Uwe Peters, die Anlage sowohl den anwesenden Investoren als auch der Ostfriesischen Volksbank (OVB) als finanzierendem Kreditinstitut zeigen. Die Resonanz war überwältigend. Die Präsentation der Anlage fand unter genauester Einhaltung der Corona-Richtlinien auf dem Gelände der Klarmann Edelstahltechnik in Westerstede- Ocholt statt.

Rolf Klarmann nutzte die Gelegenheit, seinen Betrieb vorzustellen sowie die bisherigen Arbeitsschritte bei der Herstellung der Biogas-/Kläranlage zu erläutern. Uwe Peters, Patent-Inhaber der Firma Roctecs Engineering aus Beverstedt im Landkreis Cuxhaven, erklärte den 25 Gästen die Funktion der Anlage und was bis dato gemacht wurde. Uwe Peters hält noch 13 Jahre das Patent.

Menschen stehen vor einer Industriehalle auf einem großen Platz mit einem Container.

In dieser Zeit darf die Anlage nur von der Biolarum GmbH in Deutschland hergestellt, vertrieben und betrieben werden. Die Anlage kann jährlich 2000 Kubikmeter Gülle verarbeiten. Das entspricht dem Gülleaufkommen von etwa 100 Milchkühen.

Das gesamte Gülleaufkommen in Deutschland liegt jährlich bei 200 Millionen Kubikmetern. Das ist mehr als die weltweite Getränke-Produktion des Coca-Cola- Konzerns. Das ist der Markt, auf den unsere Biogas-/Kläranlage trifft.

Aktuelles | Proengeno | 13.01.2021

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