Wir besuchen die Villa 4 Kids in Ghana

Wir unterstützen seit langem ein Waisenhaus-Projekt im westafrikanischen Ghana. In der „Villa4Kids“, die gerade fertig geworden ist, können künftig 35 bis 40 Straßenkinder Unterschlupf finden. Initiiert wurde das Projekt von Herta Everwien. Die Emderin besuchte 1994 zusammen mit ihrem damaligen Lebensgefährten, einem gebürtigen Ghanaer, zum ersten Mal das Land. Seither versucht die Gewerkschaftsfrau nach Kräften, die Menschen dort zu unterstützen. Vor allem die Straßenkinder haben es ihr angetan.

Wir engagieren uns nicht nur finanziell, sondern kümmern uns unentgeltlich auch um die Verwaltungsarbeit. Und diese erledigt unsere Kauffrau für Büromanagement, Sina Saathoff. Inzwischen sitzt sie auf gepackten Koffern, denn am 4. Januar heißt es: Ab nach Afrika. Dann wird sich die 25-Jährige selbst ein Bild von dem Neubau machen, für das sie ansonsten Spendenkontos und Mitgliederbestände verwaltet. Begleitet wird sie dabei von unserem Prokuristen Nils Refle sowie den Social-Media-Bekanntheiten Wilke Zierden und Udo Tesch aus Westoverledingen-Steenfelde. Fotografieren und Videos von dem Aufenthalt machen wird Hans-Jörg Zierden, Bruder von Wilke.

Für Sina Saathoff und die anderen ist es die erste Afrika-Reise. Es herrscht gespannte Vorfreude. Der Flug geht von Amsterdam nach Accra, der Hauptstadt von Ghana. Selbstverständlich wird der CO²-Ausstoß nach dem Flug kompensiert. Nach weiteren drei bis vier Stunden im Auto und einer dann gesamten Reisedauer von rund 20 Stunden sollten die fünf an ihrem Ziel, der Küstenstadt Cape Coast, ankommen. Gefahren werden sie von einem Bekannten von Herta Everwien. In ihrem Haus sollten die Gäste aus Deutschland ursprünglich auch wohnen. Nun wird es doch ein Hotel. Für fünf Personen wäre der Platz zu knapp geworden, da auch immer ein paar Kinder bei ihr übernachten. Wo genau sie unterkommen, wissen die Besucher bisher noch nicht. Sina Saathoff: „Herta ist bereits vor Ort und guckt spontan, welches Hotel sie für uns bucht. Sie bleibt sowieso rund zwei Monate in Ghana.“

Für Sina Saathoff und ihre Begleiter wird es vor allem ein Arbeitsaufenthalt werden: „Auf dem Gelände liegt im Moment wohl sehr viel herum, Bauschutt und Müll, von den Arbeiten am Haus. Wir wollen auf dem Grundstück aufräumen“, sagt die Kauffrau. Die Zierden-Brüder sowie Udo Tesch sind fürs Marketing da. „Die sind als Influencer für uns tätig“, erklärt Sina Saathoff. Soll heißen: Aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in sozialen Netzwerken kümmern sie sich um die Werbung und Vermarktung von ProEngeno und die „Villa4Kids“. Internet-Star Wilke Zierden und Platzwart Udo Tesch vom SuS Steenfelde hatten in diesem Jahr den Fernsehpreis „Die goldene Henne“ gewonnen.

Doch neben der Arbeit soll auch noch Raum bleiben für Erkundungen. Herta Everwien möchte den Gästen aus Deutschland auch die Gegend ein bisschen näherbringen, bevor es am 11. Januar wieder zurück in die Heimat geht.

Bevor der Flieger allerdings am 4. Januar nach Afrika abhebt, gab es noch eine stressige Zeit, weiß Sina Saathoff. Ein Reisepass musste her, ein Visum in vierfacher Ausführung in englischer Sprache beantragt, ein Arzttermin vereinbart werden, denn: eine Gelbfieberimpfung ist Pflicht. Die Reisekosten einschließlich Visum und medizinischer Notwendigkeiten trägt ProEngeno komplett. Einen Tag vor Abreise heißt es, Malarone einnehmen. Das Medikament gegen Malaria muss nach der Rückkehr noch eine Woche weiter eingenommen werden.

Die Vereinsmitglieder und Spender sind sicher gespannt auf die Eindrücke, die Sina Saathoff und ihre Begleiter aus Ghana mitbringen. 41 Mitglieder gibt es inzwischen. Die Mitgliedsbeiträge gehen bei fünf Euro los. Nach obenhin ist alles offen. Der durchschnittliche Monatsbeitrag liege bei zehn bis 15 Euro. Wer nicht Mitglied werden möchte, kann auch eine Patenschaft übernehmen. Das ist ab 40 Euro monatlich möglich. „Auch spenden kann man ohne Mitgliedschaft“, so Saathoff.

Nun, da der Abflug nach Ghana näher rückt, schleicht sich auch ein leicht mulmiges Gefühl ein bei Sina Saathoff. Die Vorfreude wird auch begleitet von Ungewissheit. „Es ist nicht so der Touristenort, sondern wir sind mitten im Geschehen. Wir werden auch viel Elend sehen. Andererseits meinte Herta, dass die Leute da sehr herzlich sind.“

Wir wünschen allen eine gute Reise. Nach der Rückkehr wird uns Sina Saathoff von ihren Erfahrungen und Erlebnissen berichten und ihren Eindruck von der „Villa4Kids“ schildern.

 

Aktuelles | Proengeno | 16.December.2019

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